Escryma Konzepte

1. Gleichgewicht

Um optimale Schlagkraft entwickeln zu können, muss man im Gleichgewicht stehen, der Stand muss stabil sein. Der Stand muss auch flexibel sein, um einem gute Schrittarbeit zu ermöglichen. Gleichzeitig ist der ganze Körper auf das Ziel ausgerichtet.

2. Kraft

Kräftige Schläge im Escryma entstehen durch Einsatz des ganzen Körpers. Kraftquellen sind dabei der Einsatz des Handgelenks, Drehung des Oberkörpers, Einsatz der Bauchmuskeln (Kraft nach unten) oder der Rückenstreckers (Kraft nach oben), Nutzen der Schwerkraft (Kraft nach unten) oder Strecken der Beine (Kraft nach oben). Die Schwerkraft kann durch Beugen der Knie, Neigen des Oberkörpers oder Schritt genutzt werden.

3. Geschwindigkeit (Distanz/Timing)

Mit Geschwindigkeit ist gemeint, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Platz zu sein. Dies ermöglicht es, im Moment des Kontaktes ein Maximum an Kraft zu erzeugen. Die richtige Distanz ist wichtig, damit die eigenen Angriffe treffen, steht man nah am Gegner, braucht man eine gewisse Geschwindigkeit, um ihn zu treffen, bevor man selbst getroffen wird.

4. Fokus

Beim Fokus geht es darum, die eigenen Bewegungen und die Aufmerksamkeit auf den Gegner und das Ziel auszurichten. Angriffe müssen zu einem Ziel geschlagen werden, dafür muss man in der richtigen Distanz stehen und kann so die maximale Kraft entwickeln. Dabei richtet sich der ganze Körper zum Gegner aus.

5. Übertragbarkeit

Das Escryma-System ist, vor allem für Schülergrade, auf effektive Selbstverteidigung ausgerichtet. Es ist daher wichtig, die Bewegungen nicht nur mit dem Stock, sondern auch unbewaffnet oder mit verfügbaren Alltagsgegenständen ausführen zu können. Die Bewegung des Körpers bleibt dabei gleich, die Handhabung der Waffe passt sich den veränderten Bedingungen (Reichweite, Gewicht usw.) an.